Kennen Sie das?
Man fährt im Winter nach Hause, schaut sein eigenes Haus an – und denkt sich:
„So schlimm sah das doch im Sommer gar nicht aus…“
Genau das hören wir im Moment oft.
Und ja – viele Fassaden sehen jetzt im Februar einfach schlechter aus.
Aber das hat Gründe:
Im Winter haben wir dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit.
Die Sonne fehlt.
Die Fassade trocknet kaum noch richtig ab.
Und genau dann werden Dinge sichtbar:
- Algenbeläge
- fleckige Stellen
- dunklere Bereiche über Fenstern
- Mauerabzeichnungen
Besonders auffällig sind oft die Stellen über dauerhaft gekippten Fenstern.
Warme, feuchte Innenluft strömt nach außen, trifft auf die kalte Fassade und kühlt dort ab. Es entsteht zusätzliche Feuchtigkeit.
Diese Bereiche bleiben länger nass – und genau dort fühlen sich Algen besonders wohl.
Das ist kein Zufall. Das ist Bauphysik.
Auch sogenannte Mauerabzeichnungen werden jetzt stärker sichtbar.
Unterschiedliche Materialien im Mauerwerk reagieren unterschiedlich auf Temperatur und Feuchtigkeit.
Wo es minimal kälter ist, bleibt die Oberfläche länger feucht – und Feuchtigkeit macht diese Unterschiede sichtbar.
Man könnte sagen:
Der Winter ist der ehrlichste Fassadenprüfer.

Wir merken deutlich:
Viele Eigentümer nutzen genau jetzt die Zeit zur Planung.
Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt – mit klassischen Außenrenovierungen, aber auch mit mehreren Wärmedämmfassaden.
Und das ist sinnvoll.
Wer im Frühjahr oder Sommer renovieren möchte, sollte jetzt planen.
Gute Handwerksarbeit braucht Vorbereitung. Und gute Betriebe sind nicht von heute auf morgen verfügbar.
Gerade bei Wärmedämmfassaden geht es übrigens nicht nur um Energieeinsparung.
Eine saubere Dämmung sorgt für gleichmäßigere Oberflächentemperaturen.
Hier ein Beispiel einer Holzfaserdämmung, an der wir gerade arbeiten.

Technik, ja! Aber am Ende zählt das Ergebnis – und das sieht man!
Persönlich freue ich mich über etwas ganz Besonderes!
Unser „Dinosaurier“ Michael Petry tritt einen Schritt langsamer 😉
Nach 47 Jahren im Handwerk! Und 47 Jahre davon bei uns!
Sein komplettes Berufsleben in einem Betrieb!
Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Diese Verlässlichkeit.
Dieses Dranbleiben.
Diese Identifikation mit der Arbeit.
Ich freue mich ehrlich für ihn, dass er sich jetzt mehr Freizeit gönnt. Nach fast fünf Jahrzehnten hat er sich das mehr als verdient.
Und gleichzeitig bin ich dankbar, dass er uns weiterhin begleitet.
Es gibt kaum ein handwerkliches Detail in unserem Gewerk, das er nicht schon gesehen hat.
Risse, Untergründe, alte Systeme, besondere Anschlüsse – er kennt sie alle.
Gerade für Jakob ist das unbezahlbar.
Erfahrung kann man nicht „googeln“. Man muss sie erleben!

Und genau solche Menschen machen für mich ein Handwerksunternehmen stark.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Sondern zuverlässig – über Jahrzehnte 🙂